Wachstums- und Terminsteuerung
sind deshalb wichtig, da viele Zierpflanzen (wie z.B. der Weihnachtsstern)
zu einem genau bestimmten Zeitpunkt in den Verkauf gebracht werden und den
Ansprüchen der Konsumenten entsprechen müssen. Deshalb müssen u.a. Grösse und
Blütezeitpunkt genau geplant werden.
Welches Repertoire an praktischen Möglichkeiten steht dem Kultivateur von
Weihnachtsternen (Euphorbia pulcherrima) zur Wachstumsregelung zur Verfügung?- · Sortenwahl
- · Temperaturkontrolle
- · Luftfeuchtigkeit
- · Chemische Hemmstoffe (z.B. Bonzi, Dazide Enhance, Carax)
- · Licht
- · Belichtung mit hellroten LED (hortigate)
- · Düngung
- · Bewässerung (leichter Trockenstress)
- · Mechanische Reize (Schütteln)
Erläutere kurz, was mit den Temperaturregelstrategien „cool morning“ und „diff“ gemeint ist.
Cool Morning:
Vor Sonnenaufgang, wird die Raumtemperatur für ca. 4 Stunden abgesenkt, um den erhöhten Rotlichtanteil, der das Streckungswachstum begünstigt, zu minimieren.(Drasche,
2017)
Vor Sonnenaufgang, wird die Raumtemperatur für ca. 4 Stunden abgesenkt, um den erhöhten Rotlichtanteil, der das Streckungswachstum begünstigt, zu minimieren.
Diff:
Positiver Diff: Die Tagestemperatur
ist 2-3°C höher als die Nachttemperatur. Diese Methode ist energetisch
vorteilhaft, da Sonnenenergie genutzt werden kann.
Negativer Diff: Die Nachttemperatur
ist höher als die Tagestemperatur.
Diese Methoden verringern das
Streckenwachstum der Poinsettien. Dadurch erhält der Kultivateur kompakte
Pflanzen. Ausserdem kann so der Einsatz chemischer Hemmstoffe reduziert bzw.
vermieden werden. (Pellens Hortensien, 2017) (Drasche,
2017) (Altmann,
2005).
Welche der aufgelisteten Methoden liesse sich in biologischer
Produktion anwenden? Weshalb?
Alle aufgelisteten Methoden, mit Ausnahme
der chemischen Hemmstoffe, eigenen sich zum Einsatz im biologischen Pflanzenbau.
Chemische Hemmstoffe sind im biologischen Pflanzenbau nicht zugelassen (BioSuisse, 2016) .
Quellen
Quellen
BioSuisse.
(2016). Teil II Richtlinien für den Pflanzenbau und die Tierhaltung in
der Schweiz. BioSuisse.
Drasche, M. (2017). Gärtner+ Florist.mobile.
Abgerufen am 22. 10 2017 von
http://www.gaertner-und-florist.at/?id=500,5492254&cnt=1,10,1,2161
Haas, H. P., Kohlrausch, F., & Winkelmann, T.
(2009). Früh beginnen und kühl lagern. Fachhochschule Weihenstephan.
Keller, H.-C. (2013). Schütteln statt stauchen –
Grundlagenforschung am Weihnachtsstern. HU Berlin.
LVG Ahlem. (2016). Belichtung mit Hellrot als
Alternative für Hemmstoffe bei Poinsettien. LVG Ahlem. Abgerufen am 19.
10 2017
LVG Heidelberg. (2011). Kompakte Pflanzen ohne
Chemie. LVG Heidelberg. Abgerufen am 19. 10 2017
Pellens Hortensien. (2017). Pellens Hortensien.
Abgerufen am 17. 10 2017 von
http://www.pellens-hortensien.de/kulturinformationen/alternativen-zum-hemmstoffeinsatz/
Hi Anna
AntwortenLöschenAuch hier finde ich hast du das Thema und die Fragen sehr gut und detailliert erläutert.
Als kleine Anmerkung zur letzten Frage bezüglich was erlaubt ist bei Bio: Bei der Methode Negativer Diff muss über Nacht geheizt werden. Gemäss BioSuiss dürfen Treibhäuser im Winter nur bis max. 18 Grad Celsius erwärmt werden. Hier muss also entsprechend darauf geachtet werden, dass die vorgegebene Limite nicht überschritten wird.
LG
M
Hi anemómylos (deinen richtigen Namen muss ich erst noch herausfinden ;-), Die 18 Grad Celsius sind korrekt. Vorbehalten sind Jungpflanzen oder Gewächshäuser, die mit nachhaltigen Energiquellen beheizt werden. Die dürfen auch höhere Temperaturen fahren. Hansruedi
LöschenLiebe Anna, gut recherchiert. Da bleibt doch etwas zum Thema Kulturverfahren hängen?! Hansruedi
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